Teilgebiete der UntersuchungBlick in die Alte HolstenstraßeBlick auf das Nordufer des SerrahnBlick auf den Serrahn von Nordwesten (oben) uns Südosten (unten)Fassagenabfolge der Alten Holstenstraße
Teilgebiete der Untersuchung
Blick in die Alte Holstenstraße
Blick auf das Nordufer des Serrahn
Blick auf den Serrahn von Nordwesten (oben) uns Südosten (unten)
Fassagenabfolge der Alten Holstenstraße

Erhaltungsverordnung Bergedorfer Hafen Serrahn

Städtebauliches Gutachten zur Vorbereitung einer Erhaltungsverordnung für den Bergedorfer Hafen (Serrahn)

Ort:
Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirk Bergedorf
Auftraggeber: Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Bergedorf
Fläche: ca. 4,85 ha
Bearbeitung: 2017-2018

Das Untersuchungsgebiet umfasst weitgehend den Bereich der historischen Vorstadt bzw. des Ortskerns von Bergedorf einschließlich der Flächen rund um den ehemaligen Hafen am Serrahn. Die städtebauliche Struktur und das heutige stadtgestalterische Erscheinungsbild in diesem Bereich geben im Wesentlichen den Wandel des Gebiets zu einem attraktiv an innerstädtischem Wasser gelegenen Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort ca. vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis heute wieder.  Viele Gebäude bzw. Ensembles stehen bereits unter Denkmalschutz, zusätzlich bestehen bereits weitere rechtliche Vorbehalte, die die Veränderung der baulichen Struktur betreffen.

Die Erfassung und Darstellung der städtebaulichen Eigenart dieses Gebietes auf Grund seiner städtebaulichen Gestalt stellte den zentralen Bearbeitungsschwerpunkt des Gutachtens dar, aus dem sich auch die inhaltliche Begründung einer Erhaltungsverordnung und ihrer Erhaltungsziele ableitet.

In der Bearbeitung des Gutachtens fand die Untersuchung der städtebaulichen Eigenart des Gebietes auf Grund seiner städtebaulichen Gestalt arbeitsmethodisch Niederschlag darin, dass die städtebauliche Gestalt anhand der sie prägenden städtebaulichen Gestaltmerkmale der Gebäude sowie der Frei- und Wasserflächen aufgenommen und beschrieben wurde, einschließlich der Darstellung der siedlungsgeschichtlichen Entwicklung sowie durch Fotos und Pläne der historischen und heutigen städtebaulichen Struktur und Gestaltsituation.

Für die Straßenräume wurde zusätzlich eine Fassadenabfolge entwickelt, um die städtebauliche Eigenart des Gebietes, das Ortsbild und die Stadtgestalt im Zusammenhang darzustellen.

Die Untersuchung der städtebaulichen Eigenart erfolgte in insgesamt fünf Teilgebieten, da das - wenn auch kleine - Untersuchungsgebiet keine durchgehend gleichförmige städtebauliche Gestalt aufweist. Vielmehr zeigt sich in den Teilbereichen jeweils eine eigenständige städtebauliche Gestalt, die eine spezifische und differenzierte städtebauliche Eigenart charakterisiert und im Zusammenhang mit den Teilgebieten auch eine städtebauliche Eigenart des gesamten Untersuchungsgebiets begründet.

Das Gutachten hat nachgewiesen, dass im Gebiet eine erhaltungswürdige städtebauliche Eigenart besteht, in der den baulichen Anlagen, Freiräumen und den Wasserflächen eine prägende Wirkung auf Ortsbild und Stadtgestalt zukommt und sie eine städtebauliche, insbesondere künstlerische und geschichtliche Bedeutung aufweisen. Empfohlen wurde auf dieser Grundlage die Aufstellung einer Erhaltungsverordnung für das Untersuchungsgebiet.