Bestehende NebenanlageKarte zur MachbarkeitsstudieAusblick von der WEA am Klärwerk Brake, Foto: © Dr. Augustin UmwelttechnikSchallprognoseWasserwerk-Standort
Bestehende Nebenanlage
Karte zur Machbarkeitsstudie
Ausblick von der WEA am Klärwerk Brake, Foto: © Dr. Augustin Umwelttechnik
Schallprognose
Wasserwerk-Standort

Machbarkeitsstudie für WEA als Nebenanlagen

Untersuchung von Klär- und Wasserwerksstandorten des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) in Hinblick auf ihre Eignung als Standorte für Windenergieanlagen

Ort: Oldenburg/Ostfriesland
Auftraggeber: Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)
In Arbeitsgemeinschaft mit: Dr. Augustin Umwelttechnik
Bearbeitungszeitraum: seit 2010

Windenergieanlagen (WEA) sind auch außerhalb der im Flächennutzungsplan dargestellten Eignungsgebiete zulässig, wenn sie als Nebenanlage einem nach § 35 des Baugesetzbuches im Außenbereich privilegierten Vorhaben zugeordnet sind. Zu den privilegierten Vorhaben zählen unter anderem Wasser- und Klärwerke.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) betreibt im Nordwesten Niedersachsens zahlreiche Klär- und Wasserwerke. Es wurde eine Vorauswahl von 32 Standorten (12 Wasserwerke und 20 Klärwerke) getroffen, die genauer untersucht wurden.

Ziel der Machbarkeitsstudie war es, festzustellen, ob der Bau einer WEA am jeweiligen Standort vor dem Hintergrund der rechtlichen und materiellen Rahmenbedingungen zu verwirklichen ist, und mit welchen Konflikten zu rechnen ist.

Die Standorte wurden im Zuge der Machbarkeitsanalyse einer Bestandsaufnahme unterzogen. Dabei wurden durch Ortsbegehungen und Analyse vorhandener Daten und Planungen schutzwürdige Nutzungen wie Wohnnutzungen, Schutzgebiete, ökologisch wertvolle Flächen, Wald, Infrastruktur u. a. identifiziert und in einer Planungskarte dargestellt.

In Abhängigkeit vom bekannten Stromverbrauch des jeweiligen Klär- oder Wasserwerkes wurde anschließend anhand von standortbezogenen Ertragsprognosen ein möglicher WEA-Typ festgelegt.

Den einzelnen WEA-Typen können schall- und schattenwurftechnisch bedingte Mindestanstände zu Immissionspunkten wie Wohnhäusern zugeordnet werden. Zudem wurden weitere Abstände zu schutzwürdigen Nutzungen berücksichtigt.

Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie ergibt sich eine Abstufung der OOWV-Standorte, nach denen Nebenanlagen jeweils mit hoher, mittlerer oder niedriger Priorität errichtet werden könnten. An einigen Standorten ergab sich auch eine generelle Unrealisierbarkeit von Nebenanlagen. Für alle Standorte wurden die sich bei einer Realisierung der Anlage ergebenden Konflikte dargestellt. Insgesamt 8 Standorte (je 4 Klär- und Wasserwerke) stellten sich als relativ konfliktarm heraus und wurden daher mit „hoher Priorität“ bewertet.

Als erste Nebenanlage wurde bereits eine WEA am Klärwerk Brake im Landkreis Wesermarsch errichtet; hierfür erstellte ELBBERG die naturschutzfachlichen Beiträge wie LBP und Artenschutzrechtliche Prüfung, die Schall- und Schattenwurfprognose sowie die Zusammenstellung der Antragsunterlagen.