Innenstadtentwicklung Pinneberg

Planung von Einzelhandel, Büroflächen und innerstädtischem Wohnen. Das Vorhaben ist Teil der Innenstadtkonzeption und wird durch das Städtebauförderungsprogramm »Aktive Stadt- und Ortsteilzentren« gefördert.

Ort: Pinneberg, Schleswig-Holstein
Auftraggeber: Stadt Pinneberg
In Arbeitsgemeinschaft mit: TGP Trüper, Gondesen Partner Landschaftsarchitekten, Lübeck
Bearbeitungszeitraum: 2011-2014
Fläche Plangebiet:
ca. 10 ha

Hauptidee des städtebaulichen Konzeptes ist die Verdichtung der zu planenden Einzelhandelsflächen um den alten Drostei- und Rathausvorplatz herum, um so alte und neue Nutzungen intensiv über eine attraktive gemeinsame Mitte, neue und aufgewertete Plätze sowie hochwertige Straßenräume und Passagen zu verknüpfen.

Die Drostei ist der Identitätsanker Pinnebergs vis á vis zum Rathaus; beide fassen den Drosteiplatz als neuen und alten Marktplatz in einem spannungsreichen Gegenüber als Ort der Begegnung von Wirtschaft und Politik.

Die Pinnau dient als natürliche Grenze der Innenstadt und somit auch als Begrenzung der Einzelhandelslagen. Es gelingt eine attraktive und kompakte Weiterentwicklung der Innenstadt in Richtung Pinnau. Nördlich der Pinnau liegen gewerbliche Nutzungen und ein großzügiger Multifunktionsplatz für Festlichkeiten.

Diese kompakte Ergänzung soll die »Mitte an der Drostei« stärken. Es werden kurze Laufwege entstehen und gemischte Nutzungen in einer angemessenen Dichte erschließen sich über Rundläufe durch die Innenstadt. Die neuen, zum Teil großflächigen Einzelhandelsflächen werden über eine Passage nach Süden an den westlichen Teil der Haupteinkaufsstraße Dingstätte angebunden. So verzahnen sich die Neubauvorhaben Form mit den bestehenden Einzelhandelslagen.

Die Rathauspassage wird aufgenommen und in der Ebertpassage als neuer belebter Fußgängerbereich fortgeführt. Eine spannungsreiche Folge von Plätzen und Gassen entsteht in einer Maßstäblichkeit, die den Platz an der Drostei als Mittelpunkt Pinnebergs betont.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens war insbesondere ein sensibler Umgang mit Fragen des Stauraumausgleiches im Überschwemmungsgebiet der Pinnau von Bedeutung.