© 2009 Google Earth, GeoBasis-DE/BKG
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Untersuchungen und Gutachten zum Artenschutz für das Hanseviertel III

Artenschutzrechtliche Be­ur­tei­­­­­lung für das Hanseviertel III in Lüneburg

Ort: Lüneburg
Auftraggeber: Hansestadt Lü­ne­­burg
Bearbeitungszeitraum: Seit 2015
Fläche: ca. 23 ha

Nordöstlich der Lüneburger Innen­stadt entsteht seit 2010 das Hanse­viertel, geprägt durch moderne Ar­chitektur und viele Grünflächen. Derzeit wird die Konversion der im Osten verbliebenen Flächen mit ei­nem Flächenumfang von ca. 23 ha („Hanseviertel‐Ost“) durch die 73. Änderung des Flächennutzungs­plans planerisch vorbereitet.

Zur Prüfung der artenschutz­rechtlichen Zulässigkeit des Vorha­bens wurden Habitatstrukturen im Plangebiet untersucht und der Be­stand der Artengruppen Fledermäu­se, Brutvögel und Reptilien durch fachgerechte Kartierungen erhoben. Zudem erfolgten eine Erfassung der Biotoptypen mit Pflanzenartenliste und Potenzialabschätzungen für weitere planungsrelevante Arten­gruppen. Die Bestandssituation wurde auf dieser Grundlage in Hin­blick auf die Verbotstatbestände des Arten­schutzrechts beurteilt.

Als Ergebnis der Untersuchun­gen konnte festgestellt werden, dass ein Eintreten der Verbotstat­bestände des § 44 Abs. 1 BNatSchG vermeid­bar ist oder durch vorgezogene Ausgleichsmaß­nahmen verhindert werden kann. So werden im Zuge der nachgelagerten Bebauungspla­nung Maßnahmen wie eine Bauzei­tenregelung (Baum­fällungen und Abrisse außerhalb der Brutzeit von eu­ropäischen Vo­gelarten und außerhalb der Wo­chenstubenzeit von Fl­edermäusen), die Schaffung von Er­satzquartieren durch Vogelnisthilfen und Fl­eder­mauskästen sowie die Erhaltung bedeutsamer Bäume und eine Dachbegrünung realisiert.