© Google Earth, GeoBasis-DE/DKG
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Umweltbericht zum Bebauungsplan Buchholzer Park

Umweltprüfung mit artenschutz­rechtlicher Betrachtung für die Wiedernutzbarmachung einer in­nerstädtischen Brache am Buch­holzer Park

Ort: Buchholz
Auftraggeber: Krankenhaus Buch­holz und Winsen, Landkreis Harburg und Buchholzer Park GmbH & Co. KG
Bearbeitungszeitraum: 2014-2016
Fläche: ca. 4,6 ha

Nach Aufgabe der Nutzung als Zivil­dienstschule lag das etwa 3 ha gro­ße Plangebiet an der Steinbecker Straße mehrere Jahre brach. Im Jahr 2012 verständigten sich die Vorhabenträger mit den Grund­ei­gen­tümern über die Rahmen­be­din­gun­­gen einer möglichen Ent­wick­lung des Areals. Oberstes Planungsziel war die Wiedernutzung einer inner­städtischen Brache, die durch ihre land­schaft­lich-topo­grafisch außerge­wöhnliche Lage am Rande des Stadtwaldes über besondere Ent­wicklungspotenziale verfügt. So ent­standen ein Rahmen- und ein Funk­tionsplan sowie daraus abgeleitete Bebauungspläne, die eine Wieder­nutzbarmachung des Geländes durch den Neubau sozialer Einrich­tungen, ergän­zen­den Wohnungsbau und den Erhalt des Wald- und Park­charakters vorsehen.

Zur Umweltprüfung und der Beur­teilung der artenschutzrechtlichen Zulässigkeit des Vorhabens wurden die Habitatstrukturen im Plangebiet untersucht und die Biotoptypen er­fasst. Der Bestand der Artengrup­pen Fledermäuse und Brutvögel wur­de durch fachgerechte Kartierungen erhoben und in Hinblick auf die Ver­botstatbestände des Artenschutz­rechts beurteilt.

Zur Vermeidung eines Eintretens der Verbotstatbestände des Arten­schutzrechts wurde eine Bauzeiten­regelung festgelegt (Baumfällungen und Abrisse außerhalb der Brutzeit von europäischen Vogelarten und außerhalb der Wochenstubenzeit von Fle­dermäusen). Zudem wurden Ersatzquartiere für Vögel und Fle­dermäuse geschaffen. Als Beson­derheit wurde die Umsetzung eines bei der Begehung festgestellten Nests der Roten Waldameise durch Fachkundige festgelegt. Die notwen­dige naturschutzfachliche Kompen­sation erfolgt durch die Nutzung ei­nes Flächenpools und eine Ersatz­aufforstung.