Aktuell: ELBBERG gewinnt Wettbewerb in Neustadt i. H.

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Hafenwestseite/Bahnhofsumfeld, 1. Preis

Ort: Neustadt in Holstein
Auslober: Stadt Neustadt in Holstein
In Arbeitsgemeinschaft mit: TGP Landschaftsarchitekten und TMH Architekten, Lübeck
Bearbeitungszeitraum: 2017
Fläche:
  17,8 ha

Das neue Hafenquartier gliedert sich in zwei Entwicklungsbereiche: den nördlichen, kleinteilig gewachsenen Stadtraum zwischen Bahnhof/ZOB und dem Hospital sowie den südlichen Raum zwischen Petersen-Speicher und der Backe-Werft, geprägt durch Großformate, dem Hafen angepasste Gebäudetypen.

An der Schnittstelle beider Quartiere liegt der LHG-Speicher, dessen Verwaltungsteil zum Hostel und die Türme als Hostel-Gastronomie und Büros/Start-ups umgenutzt werden. Den Touristen und Pendlern in Neustadt i.H. wird ein „Teppich ausgerollt“, der sie vom Bahnhof durch die Fuge der LHG-Türme zum zent-ralen Hafenplatz mit Wassertreppe und Drehbrücke zur Altstadt führt. Neben dem LHG-Speicher rahmt der Petersen-Speicher den Hafenplatz.

Der Petersen-Speicher wird in seiner historischen Form mit dem südlichen Treppengiebel wiederhergestellt und für Büros und Wohn-Lofts umgebaut. Die Krananlage wird erhalten. Der Sockel des Speichers wird baulich ergänzt und nimmt Gewerbeflächen, einen Food-Markt sowie weitere Gastronomieangebote am Wasser auf. Dieser auf ca. 6 m erhöhte Erdgeschoss-Sockel vermittelt die unterschiedlichen Höhen der Wasserseite und der Werftstraße. Davor befindet sich ein Gebäude als neues Welcome-Center mitten auf dem Hafenplatz.

Am steinernen Brückenplatz im Norden beginnend erstreckt sich die Hafenpromenade über Hafenplatz und Terrassen am Wasserturm bis hin zum neuen Werftplatz im Süden. Die vorhandene visuelle Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt wird durch die Neugestaltung unterstrichen. Ab dem Bahnhofsvorplatz bzw. am Bahnsteig führt ein einheitlicher Pflasterbelag mit begleitender Beleuchtung durch die Türme des LHG-Speichers bzw. am LHG-Speicher vorbei bis zur Werftstraße. Von hier aus erreichen Besucher die neue Drehbrücke, die zur anderen Hafenseite und Altstadt führt.

Das neue Quartier südlich des Stifts wird im Wesentlichen horizontal gemischt. Ab dem 1. Obergeschoss wird gewohnt, zum Platz am Hafen werden gastronomische, kulturelle und touristische Nutzungen im Erdgeschoss angeordnet. Zur Bahnhofstraße könnten im Erdgeschoss kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsflächen orientiert werden.

Im Umfeld des Petersen-Speichers wird ebenfalls oberhalb des gewerblich-gastronomischen Sockels gewohnt. Der zweite Bauabschnitt des Quartiers am Hobelwerk wird stark durch das Wohnen geprägt. Im Kreuzungsbereich Wieksberg-/Werftstraße sind ebenfalls gewerblich genutzte Erdgeschosse vorgesehen.