Kernkraftwerk Brunsbüttel © VattenfallKernkraftwerk KrümmelUmsiedlung von AmphibienAmphibienschutzzaun
Kernkraftwerk Brunsbüttel © Vattenfall
Kernkraftwerk Krümmel
Umsiedlung von Amphibien
Amphibienschutzzaun

Umweltfachliche Begleitung bei der Stilllegung kerntechnischer Anlagen

Erstellung von Umweltfachgutachten, Durchführung biologischer Baubegleitung und Kartierungen im Zusammenhang mit dem Rückbau der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel

Orte: Brunsbüttel und Krümmel bei Geesthacht
Auftraggeber: Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH
Bearbeitungszeitraum: Seit 2015

Durch die Änderung des Atomgesetzes im Jahre 2011 haben die beiden an der Elbe gelegenen Kernkraftwerke (KKW) Krümmel und Brunsbüttel ihre Berechtigung zum Leistungsbetrieb verloren. Der Betreiber Vattenfall hat sich dafür entschieden, die Stilllegung und den Abbau der KKW vorzubereiten. Auch bei Stilllegung und Abbau handelt es sich um genehmigungspflichtige Vorhaben. Neben den Standort-Zwischenlagern für hochradioaktive bestrahlte Brennelemente sind an den Standorten weitere Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Abbau der Anlagen vorgesehen. Während des Rückbaus ist unter anderem auch der Bau neuer Leitungen erforderlich, die das Abwasser in größerem Abstand vom Ufer in die Elbe ableiten.

Im Rahmen dieser Vorhaben begleitet Elbberg die einzelnen Teilvorhaben durch die Erstellung umweltfachlicher Gutachten. Dabei erstellen wir Umweltverträglichkeitsuntersuchungen (UVU) für den Rückbau des KKW Krümmel und den Bau des dortigen Zwischenlagers sowie für die erneute Genehmigung des Standort-Zwischenlagers in Brunsbüttel. Für den Bau der Abwasserleitungen sind gewässerökologische Gutachten erforderlich, in denen das vorhabenbezogene wasserrechtliche Verschlechterungsverbot nach der Wasserrahmenrichtlinie und dem Wasserhaushaltsgesetz geprüft wird. Weiterhin sind für alle Vorhaben Artenschutzbeiträge (ASB) zu erstellen, die auf den von uns selbst durchgeführten Kartierungen der Artengruppen Amphibien, Brutvögel, Fledermäuse und Reptilien (Zauneidechse) sowie auf Biotoptypenkartierungen basieren. Bei möglichen erheblichen Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele von Natura 2000-Gebieten führen wir auch die entsprechenden Verträglichkeitsuntersuchungen nach § 34 des Bundesnaturschutzgesetzes durch. Daneben ist die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung anzuwenden.