Baufibel Altes Land
Ort: Teile des Landkreises Stade (Niedersachsen) und des Bezirks Hamburg-Harburg
Auftraggeber: Bezirk Harburg der Freien und Hansestadt Hamburg, Gemeinde Jork, Samtgemeinde Lühe
Bearbeitungszeitraum 2010 - 2011
Die Baufibel Altes Land können sie hier als PDF-Dokument herunterladen:
- Baufibel Altes Land (PDF / 7,8 MB)
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Baufibel Altes Land in Druckqualität (PDF / 19,3 MB)
Die Broschüre ist auch in gedruckter Form bei uns erhältlich (€ 12,00 plus € 2,00 Versandkosten). Bestellungen über mail@elbberg.de.
Ziel der Baufibel
Die Baufibel Altes Land soll als informelles Planungshandbuch dazu beitragen, das wertvolle Siedlungsbild des Alten Landes zu erhalten und zeitgemäß zu entwickeln. Zum einen soll sie einer geneigten Öffentlichkeit den einzigartigen Wert der historischen Kulturlandschaft aufzeigen, und zwar vor dem Hintergrund einer zunehmenden Überformung dieser Landschaft, zum anderen soll sie denen, die mit dem Bauen befasst sind, auf eine klare und verständliche Art und Weise veranschaulichen, wie zeitgemäßes Bauen im Sinne einer regionalen Baukultur im Alten Land aussehen kann.
Die Strukturen des Alten Landes
Das Alte Land ist eine wertvolle historische Kulturlandschaft in der Metropolregion Hamburg. Entstanden durch die mittelalterliche Eindeichung und Urbarmachung von Gebieten der Elbmarsch durch niederländische Siedler, hat sie bis heute ihre Eigentümlichkeit erhalten und besticht durch eine einzigartige Präsenz und Ablesbarkeit ihrer Elemente: den Deichen, die die Großpolder vor Hochwasser schützen, den Entwässerungsgräben, die streifenförmige Parzellen formen, die Siedlungsbänder, die sich an den Deichen und durch die Marsch erstrecken. Die damit verbundene Siedlungsform mit giebelständigen langgestreckten Hallenhäusern, die den Verlauf von Deich und Weg nachzeichnen, ist charakteristisch und identitätsprägend für die Region.
Neues Bauen mit den historischen Strukturen
Neue Wohnhäuser und landwirtschaftliche Bauten können nicht mehr so aussehen, wie die historischen Hallenhäuser. Dazu haben sich die Nutzungsansprüche zu stark gewandelt. Statt das Historische nachzuahmen, sollten sich Neubauten heute mit ihrer Form und Erscheinung in die Struktur der Kulturlandschaft einfügen und diese respektieren.
Moderne Anforderungen an Energieeffizienz lassen sich sowohl bei Neubauten, als auch bei Modernisierungen auch von denkmalgeschützten Gebäuden realisieren.
Gebäudestellungen und Gebäudeformen
Gebäude sollten in der Regel mit dem Giebel zur Straße stehen, parallel zu den Wettern (Entwässerungsgräben). Wie die alten Hallenhäuser sollten auch Neubauten keine Winkelgrundrisse haben, sondern auf rechteckigen Grundformen beruhen.
Dächer und Dachaufbauten
Das stark geneigte Satteldach ist die vorherrschende Dachform in der Region. Flachere Dachneigungen existieren zeittypisch bei Bauten aus dem Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert (sog. Gründerzeit). Typisch ist aber die starke Neigung (ca. 48°).
Fassaden und Fenster
Auf eine vertikale, ruhige Fassadenaufteilung sollte geachtet werden. Als Material ist roter Ziegel die beste Wahl, auch wenn es Bauten aus Putz gibt, insbesondere aus der Gründerzeit. Typisch ist aber der Rotklinker.
Jede Zeit hat ihre Fenster. Bei Modernisierungen sollten die Fensterteilungen immer zur Entstehungszeit des Hauses passen, bei Neubauten muss vor allem die Proportion stimmen.
Anbauten und Nebengebäude
Anbauten und Nebengebäude sollten sich an der Gestaltung des Haupthauses orientieren, auch was Dachneigung und Materialien angeht.
Landwirtschaftliche Bauten
Neuere landwirtschaftliche Bauten im Alten Land sind vornehmlich die gabelstaplertauglichen Hallen der Obstbauern. Sie sollten ein Satteldach haben mit mindestens 15° Neigung, die Fassaden sollten in gedecktem grün oder rot gehalten sein, am besten aber in rotem Klinker. Fenster in Rolltoren sollten so übereinander angeordnet sein, dass der Eindruck von stehenden Formaten entsteht.
Weiterführende Links zu …
Bau- und Planungsrecht
Freie und Hansestadt Hamburg
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Bezirksamt Harburg, Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt,
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung -
Kulturlandschaftsanalyse Altes Land
Internetseite der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt - Hamburger Bebauungspläne online
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Stadtbilduntersuchung Cranz-Neuenfelde-Francop - Erläuterungsbericht
(PDF / 8,6 MB) -
Stadtbilduntersuchung Cranz-Neuenfelde-Francop - Teilplan 1
(PDF / 5,1 MB) -
Stadtbilduntersuchung Cranz-Neuenfelde-Francop - Teilplan 2
(PDF / 4,9 MB) -
Gestaltungs-Leitfaden / Milieuschutzfibel Cranz-Neuenfelde-Francop
(PDF / 7,8 MB) -
Stadtbilduntersuchung Neuenfelde (1981)
(PDF / 5,9 MB) -
Siedlungsentwicklungskonzept Cranz-Neuenfelde-Francop - Erläuterungsbericht
(PDF / 9,9 MB) -
Siedlungsentwicklungskonzept Cranz-Neuenfelde-Francop - Planband
(PDF / 8,4 MB)
Samtgemeinde Lühe
Gemeinden Grünendeich, Guderhandviertel, Hollern-Twielenfleth,
Mittelnkirchen, Neuenkirchen, Steinkirchen
- Gestaltungsfibel Guderhandviertel (PDF / 6,3 MB)
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Gestaltungssatzung Guderhandviertel (PDF / 2,9 MB)
- Gestaltungssatzung Hollern-Twielenfleth (PDF / 3,8 MB)
- Gestaltungssatzung Mittelnkirchen (PDF / 7,7 MB)
- Gestaltungssatzung Neuenkirchen (PDF / 1,3 MB)
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Gestaltungssatzung Steinkirchen (PDF / 0,6 MB)
(Neufassung in Aufstellung)
- Gestaltungssatzung Jork (PDF / 3,0 MB)
Tourismus, öffentliche und private Initiativen
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Leader-Region
Altes Land und Horneburg
Leader ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union,
mit der Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden -
Maritime Landschaft Unterelbe
Leitprojekt der Metropolregion Hamburg, mit vielen Ausflugstipps - Verein zur Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der UNESCO
- Tourismusverein Altes Land e.V., Jork

Bauleitplanung
Stadtentwicklung
Städtebauliche Gestaltung
Landschaftsplanung










