Wettbewerb Kohlebahnhof Dresden

Städtebaulich-freiraumplanerischer Ideenwettbewerb für die Nachnutzung des Areals des ehemaligen Kohlebahnhofs in Dresden, 2. Preis.

Ort: Dresden
Auslober: Landeshauptstadt Dresden, Stadt Dresden, aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Hamburg
In Arbeitsgemeinschaft mit: Noack Landschaftsarchitekten, Dresden
Bearbeitungszeitraum: 2006
Fläche: ca. 12 ha

Das Areal, in direkter Nähe zur Innenstadt, ist geprägt durch Relikte der ehemaligen Nutzung als Bahnhof mit seinen linearen topografischen Strukturen sowie durch sein fragmentarisches Umfeld. Es besitzt ein hohes Potenzial hinsichtlich der städtebaulichen Integrationsfähigkeit von neuen Nutzungs- und Baustrukturen. Es besteht die Chance, neue räumliche Zusammenhänge und Funktionsbezüge über das Bahnareal, aber auch Impulse aus der Fläche in das Umfeld zu generieren.

Ziel erster Maßnahmen ist die räumliche Öffnung des Areals und die Schaffung öffentlicher Aufmerksamkeit bei der Dresdner Bevölkerung sowie der Immobilienwirtschaft. Als wichtiger Baustein des »Grünzuges Weißeritz« bietet das Bahnhofsareal großräumige Flächenpotenziale für Freizeitaktivitäten, Sport und sonstige Veranstaltungen. Diese Freizeitfunktion wird zum zentralen Thema erhoben und kann in verschiedensten Bausteinen kurzfristig über temporäre Gestaltungsmaßnahmen, Installationen und Events umgesetzt werden. Aus dieser kurz- bis mittelfristigen Freizeit- und Kulturnutzung des Areals leitet sich die Ansiedlung eines Sport- und Freizeitzentrums ab, das baulich mit dem Freiraum ver-zahnt wird. Weiterhin soll sich ein »Bürokopf« auf dem Plateau an der S-Bahn-Haltestelle etablieren, der mit bis zu 6 Geschossen das kraftvolle Pendant zur gegenüberliegenden inneren Stadt bildet. Der Grünzug wird durch den neuen Boulevard zum S-Bahnhof Freiberger Straße ergänzt. Diese Achse setzt sich schlüssig fort über das WTC zum Postplatz und weiter bis zum Zwinger.

In der weiteren zeitlichen Perspektive erfolgt eine gewerblich Nachnutzung der bereits heute durch Zwischennutzungen belegten Flächen. Hier wird eine robuste Struktur entwickelt, die bei aller Nutzungsoffenheit die entscheidenden städtebaulichen Qualitäten sichert.